Za'atar: Was steckt in der Gewürzmischung und wie verwendest du sie?
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Wer einmal in der Levante gefrühstückt hat, kennt den Moment: warmes Fladenbrot, ein Schälchen Olivenöl, daneben eine grün-rötliche Gewürzmischung mit Sesam. Za'atar ist in Ländern wie dem Libanon, Jordanien, Syrien und Israel Alltagsgewürz und Kulturgut zugleich. Höchste Zeit, dass es auch bei dir in der Küche einzieht.
Was ist Za'atar?
Za'atar bezeichnet zwei Dinge: eine wilde Thymian-Art, die im östlichen Mittelmeerraum wächst, und die berühmte Gewürzmischung, die daraus entsteht. Die klassische Mischung besteht aus getrockneten Kräutern wie Thymian und Oregano, säuerlichem Sumach, geröstetem Sesam und Salz. Jede Familie, jede Region hat ihr eigenes Verhältnis, mal krautiger, mal säuerlicher, mal nussiger.
Genau deshalb gibt es Za'atar auch in verschiedenen Varianten: pur und klassisch, mit gerösteten Kernen für mehr Biss oder mit Nüssen für eine rundere, nussige Note.
Der Geschmack: krautig, säuerlich, nussig
Za'atar schmeckt zunächst herb-krautig nach wildem Thymian, dann kommt die feine Zitrusnote des Sumachs, und der Sesam bringt eine leicht nussige Tiefe. Diese Kombination macht die Mischung so vielseitig: Sie hebt einfache Gerichte, ohne sie zu dominieren.
7 Ideen, wie du Za'atar verwendest
1. Der Klassiker, Manakish: Za'atar mit gutem Olivenöl zu einer Paste verrühren, auf Fladenbrot- oder Pizzateig streichen und backen. Das levantinische Frühstück schlechthin.
2. Auf Labneh oder Joghurt: Griechischen Joghurt oder Frischkäse mit Olivenöl beträufeln und großzügig mit Za'atar bestreuen. Fertig ist der schnellste Dip der Welt.
3. Als Hummus-Topping: Eine Prise Za'atar plus ein Faden Olivenöl verwandeln jeden Hummus in etwas Besonderes.
4. Über geröstetem Gemüse: Blumenkohl, Karotten, Süßkartoffeln oder Kürbis nach dem Rösten damit bestreuen. Die Restwärme weckt die Aromen.
5. Auf gebratenem Käse: Halloumi oder Feta anbraten, mit etwas Honig und Za'atar servieren, süß, salzig, krautig in einem Bissen.
6. Zu Eiern: Ob Rührei, Spiegelei oder weich gekocht, Za'atar ersetzt hier Salz und Pfeffer gleich mit.
7. Im Salat-Dressing: Einen Teelöffel in eine Vinaigrette aus Olivenöl und Zitrone rühren, passt besonders gut zu Tomaten und Gurke.
So bewahrst du Za'atar richtig auf
Wie alle Gewürzmischungen mag Za'atar es dunkel, trocken und luftdicht verschlossen. So bleiben die ätherischen Aromen der Kräuter und die Röstnote des Sesams lange erhalten. Am intensivsten schmeckt die Mischung, wenn du sie erst kurz vor dem Servieren übers Gericht gibst.
Und was ist mit Sumach?
Der säuerliche rote Anteil im Za'atar ist gemahlener Sumach, und der lohnt sich auch solo: über Salaten, auf gegrilltem Gemüse oder überall dort, wo du sonst einen Spritzer Zitrone nehmen würdest. Wenn du Za'atar magst, ist purer Sumach der logische nächste Schritt in deinem Gewürzregal.
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